WRITER’S NOTE

Der Film spielt in einer postapokalyptischen Welt und erzählt eine Liebesgeschichte nach aller Zivilisation und vor dem drohenden Ende der Menschheit. Einfache zwischenmenschliche Konstellationen wie Mann und Frau, Vater und Tochter, eine Gruppe und ein Fremder, bringen universelle Konflikte hervor. Es geht um die Sehnsucht nach Leben in Gemeinschaft, um die Suche nach einer Zukunft, um Melancholie und Hoffnung. Die lebensfeindliche Umwelt ist der Spiegel für die seelischen Zustände der Figuren: Eine Welt, welcher der Sinn verloren zu gehen droht, fordert Ängste und Mut heraus.

Als mein Regisseur und Koproduzent die Möglichkeit eröffnete, einen Film auf einem 400 Jahre alten Hof in den Kärntener Bergen zu drehen, begann ich im Herbst 2011, gezielt eine Geschichte für unseren Drehort und als Kammerspiel mit fünf Schauspieler zu erfinden und als Drehbuch zu schreiben. Parallel zur Vorproduktion im Winter 2011 entstand die erste Drehbuchfassung, mit der wir in einem Team von knapp 20 Leuten anfingen, den Film von Februar bis April 2012 zu drehen. Vor Ort besprachen wir viel bei den Proben, abends schauten wir uns gemeinsam die Muster vom jeweiligen Drehtag an. Wir führten lange Gespräche im Team, setzten uns mit den Ergebnissen des Vortages auseinander und kämpften mit den Widrigkeiten der Drehbedingungen vor Ort. Davon ausgehend habe ich Szenen umgeschrieben, gestrichen oder neu hinzugefügt. Diese unsere Arbeitsweise war eine Strapaze und eine Freude zugleich. Ursprünglich war das erste Drehbuch viel umfangreicher an Szenen und Dialogen. Unsere Arbeitsweise verhalf mir als Autor dazu, die Essenz der Geschichte zu destillieren, Situationen auf das Wesentliche zu konzentrieren und Klarheit zu erlangen.